Nachdenkliches und "Lustiges" aus dem Steuerrecht
Nachdenkliches und "Lustiges" aus dem sonst so ernsten Bereich des Steuerrechts:
Das Finanzamt ist eine Institution, die bewirkt hat, daß Reisende nicht mehr ihre Sekretärin als Ehefrau, sondern ihre Ehefrau als Sekretärin ausgeben.
Unbekannt
"Aus den "mitgeteilten Beobachtungen, (...) lässt sich aber, selbst wenn sie zuträfen, noch nicht sicher darauf schließen, dass der bezeichnete Richter tatsächlich über einen längeren Zeitraum geschlafen hat und der mündlichen Verhandlung nicht folgen konnte. Das Schließen der Augen über weite Strecken der Verhandlung und das Senken des Kopfes auf die Brust beweist allein nicht, dass der Richter schläft. Denn diese Haltung kann auch zur geistigen Entspannung oder zwecks besonderer Konzentration eingenommen werden." Auch hierzu konnte auf bereits ergangene Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und - vielleicht noch verständlicher - auf solche des Bundesfinanzhofs Bezug genommen werden. Es könne "erst dann davon ausgegangen werden, dass ein Richter schläft oder in anderer Weise ‚abwesend’ ist, wenn andere sichere Anzeichen hinzukommen, wie beispielsweise tiefes, hörbares und gleichmäßiges Atmen oder gar Schnarchen oder ruckartiges Aufrichten mit Anzeichen von fehlender Orientierung." Ohne anschließende Desorientierung könne es sich dagegen beim "Hochschrecken" allenfalls um "einen die geistige Aufnahme des wesentlichen Inhalts der mündlichen Verhandlung nicht beeinträchtigenden Sekundenschlaf gehandelt" haben." Fazit: Solange der Richter nicht schnarcht, konzentriert er sich nur besonders!
Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 13.06.2001, Az. 5 B 105/00 (Der Text der Entscheidung ist abgedruckt z.B. in NJW 2001, S. 2898-2899.)
Eine Steuerschuld erlischt nicht, wenn man den Umschlag, der den Steuerbescheid enthält, nicht öffnet.
Prof. Dr.h.c. Manfred Rommel, ehem. Stuttgarter Oberbürgermeister
"Eine Ringveranstaltung mit Damen im Schlamm 'oben ohne' ist kein Vergnügen..."
Urteil zur Vergnügungsteuer
Um eine Einkommensteuererklärung abgeben zu können, muß man Philosoph sein; es ist zu schwierig für einen Mathematiker.
Einstein, Albert
Erst beim Abfassen der Steuererklärung kommt man dahinter, wieviel Geld man sparen würde, wenn man gar keines hätte.
Fernandel, 1903 bis 1971, frz. Schauspieler und Sänger
Erfolg = Mehr Geld verdienen, um die Steuern zu bezahlen, die man nicht bezahlen müsste, wenn man nicht soviel Geld verdiente.
Niemand ist verpflichtet, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, dass dem Staat darauf hohe Steuern zufließen.
Preußisches Oberverwaltungsgericht 1906